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Samstag, 25. November 2017
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Kindeswohlgefährdung
Kindeswohlgefährdung

Kindeswohlgefährdung

Wie ist eine mögliche
Kindeswohlgefährdung
zu erkennen?


Grundsätzlich könnten (müssen aber nicht zwangsläufig) nachfolgend aufgeführte
Anhaltspunkte (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) für eine Kindeswohlgefährdung sprechen:

Äußere Erscheinungen des Kindes
• massive und/ oder wiederholte Zeichen von Verletzungen - insbesondere bei
unklarer oder nicht nachvollziehbarerer Ursache (z.B. Hämatome, Striemen,
Narben)
• Knochenbrüche, Verbrennungen/Verbrühungen, selbstverletzendes Verhalten,
Suizidversuche
• schlechter körperlicher Zustand, wiederholte/anhaltende Erkrankungen
(z.B. der Haut, Atemwege et .) ohne medizinische Versorgung
• chronische Erkrankung oder Behinderung, Verzögerungen der motorischen,
sprachlichen oder geistigen Entwicklung ohne medizinische Abklärung bzw.
Versorgung
• starke Unterernährung, Ess- und Fütterprobleme oder massive Essstörungen
(z.B. Magersucht, Bulimie)
• fehlende Körperhygiene
• witterungsunangemessene und/ oder verschmutzte Kleidung

Verhalten des Kindes
• konkrete Mitteilungen/Andeutungen des Kindes, die auf Kindeswohlgefährdung
hinweisen könnten (z.B. "Der Papa hat mich schon wieder geschlagen/verhauen")
• Kind wirkt auffallend zurückgezogen, ruhig, teilnahmslos, zeigt mangelndes
Interesse an der Umwelt, anhaltende traurige Verstimmung (depressiv)
• aggressives Verhalten, mangelnde Frustrationstoleranz, wiederholte oder
schwere gewalttätige und/ oder sexuelle Übergriffe gegen Personen
• auffälliges Kontaktverhalten zu Gleichaltrigen und/ oder Erwachsenen,
unsicheres/ wechselndes Beziehungsverhalten (Nähe- /Distanzproblematik),
instabiler oder fehlender Blickkontakt
• Schulbummelei, Schulverweigerung; gehäuftes, straffälliges Verhalten
(Missbrauch von Drogen und/ oder Alkohol/ Verstöße gegen das
Betäubungsmittelgesetz (BtMG), Diebstahl, Körperverletzungen, Sexualstraftaten),
altersungemäßes Aufsuchen von gefährdenden Orten gemäß des Jugendschutzgesetzes
(z.B. Drogenumschlagplatz , Straßenstrich) oder Fernbleiben aus der
elterlichen Wohnung

Verhalten der Erziehungspersonen
• mangelnde Fähigkeit zur Kontrolle von Aggression und Wut
• nicht kindgerechte emotionale Interaktion mit dem Kind (z.B. schroffer/ kühler
Umgangston), Ignoranz der kindlichen Bedürfnisse/ der altersentsprechenden
Autonomiebedürfnisse
• physische Gewalt gegenüber dem Kind (z.B. in Form von Schütteln, Schlagen
und Einsperren)
• psychische Gewalt gegenüber dem Kind durch massives Beschimpfen, Ängstigen,
Einsperren ect.
• Verweigerung von Krankheitsbehandlungen/ Vorsorgeuntersuchungen
• fehlende Bereitstellung von Nahrungsmitteln
• fehlende Bereitschaft oder Fähigkeit zur Abwendung der Gefährdung

Familiäre Situation
• Verletzung der Aufsichtspflicht durch Alleinlassen von Kindern oder Einsatz
ungeeigneter Dritter (z.B. kleine Geschwister)
• Missbrauch des Kindes zur Begehung von Straftaten oder anderen verwerflichen
Taten
• Armut und/ oder Obdachlosigkeit

Persönliche Situation der Erziehungspersonen
• eigene Gewalterfahrung / wiederholte oder schwere Gewalt zwischen den
Eltern
• psychische Störungen bspw. in Form eines stark verwirrten Erscheinungsbildes
• Drogen-, Alkohol- und Medikamentenmissbrauch bzw. Sucht

Wohnsituation
• verschmutzte, vermüllte Wohnung mit/ ohne Spuren äußerer Gewaltanwendung
• Nichtbeseitigung von erheblichen Gefahren im Haushalt (z.B. defekte Stromkabel)
• fehlender Schlafplatz bzw. Spielzeug für Kinder

Ausgehend hiervon ist insbesondere dann von (einem Verdacht auf)
Kindeswohlgefährdung auszugehen, wenn:

• Anhaltspunkte für problematische Aspekte oder Ereignisse von hoher Intensität die
Entwicklung der Kinder/Jugendlichen gefährden z .B. Mehrfachverletzungen, -brüche
oder schwere Verbrennungen mit unklarer oder nicht nachvollziehbarer Ursache
• auffälliges, altersunangemessenes, sexualisiertes Verhalten
• akute Phase einer Suchterkrankung oder psychischen Erkrankung eines oder
beider Elternteile
• wenn Anhaltspunkte für schädigende Bedingungen nicht nur einmalig oder selten
auftreten,
• wenn aufgrund der problematischen Bedingungen eine Schädigung des Kindes in
seiner Entwicklung absehbar oder bereits eingetreten ist (es gibt Bedingungen
die ungünstig sind, jedoch nicht zu einer Schädigung führen müssen.)
Darüber hinaus kann (speziell im medizinischen Bereich) als besonders wichtiger/
bedeutender Anhaltspunkt gesehen werden, wenn die im (Eltern-)Gespräch ermittelten
Erklärungen zur Ursache z.B. von Verletzungsbildern nicht plausibel erscheinen.
Kontaktstellen des Main-Taunus-Kreises bei dem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung

Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern des Main-Taunus-Kreises
Telefon: 06196/65923-60
E-Mail: erziehungsberatung@mtk.org

Main-Taunus-Kreis – Amt für Jugend, Schulen und Kultur
Telefon: 06192/201-1573
E-Mail: jugendamt@mtk.org.



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